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Medizinische Untersuchungen

Medizinische Untersuchungen sind die Summe der diagnostischen Tätigkeiten und Verfahren, die vom einen Arzt im Rahmen der Patientenversorgung durchgeführt und veranlasst werden. Dies ist die körperliche Untersuchung des Patienten ohne Hilfsmittel bzw. mit nur wenigen einfachen Instrumenten wie Stethoskop, Reflexhammer oder Pupillenleuchte, aber auch apparative und laborchemische Verfahren zur medizinischen Untersuchung.
Je nach Umstand kann die Untersuchung rein symptombezogen sein, wenn die weiteren Beschwerden zum gegebenen Zeitpunkt nicht relevant sind, oder aber eine Ganzkörperuntersuchung sein.
Je nach Fachrichtung des untersuchenden Arztes wird er sich bei der körperlichen Untersuchung auf bestimmte Organsysteme konzentrieren, wobei eine allgemeine körperliche Untersuchung von jedem Arzt erwartet wird.

Die körperliche Untersuchung kann durch gerätegestützte Verfahren erweitert werden. Hierzu zählen

• Computertomografie,
• Elektrokardiogramm (EKG),
• Endoskopie,
• Kernspintomografie,
• Labordiagnostik,
• Pathologie (Biopsie und Punktion),
• Rektoskopie,
• Röntgenuntersuchung,
• Sonografie,
• Szintigrafie

Die meisten apparativen Untersuchungen sollten nicht routinemäßig, sondern im Einzelfall begründet angeordnet werden.

 

Pathologie -- Biopsie

Biopsie
Eine Biopsie ist eine Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Körper mit Hilfe verschiedener Methoden. Solch eine Biopsie wird durchgeführt, um genaue Hinweise zur Diagnose einer Erkrankung zu bekommen. Grundsätzlich kann man von fast allen Gewebearten im Körper eine Probe entnehmen. Das Biopsieverfahren hängt von dem jeweiligen Organ, von der Gewebeart und Größe des verdächtigen Territoriums ab. Die Biopsieproben werden im Anschluss durch ein Labor untersucht. Sie bekommt man meist Aufschluss, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt.
Die Biopsie ist jedoch nie der 1. Schritt in einer diagnostischen Kette. Beim einem Verdacht auf Brustkrebs wird sie  erst nach Ultraschall, Mammografie bzw. Kernspintomografie durchgeführt. Mittels einer Biopsie kann man aber eine Erkrankung mit größerer Sicherheit diagnostizieren, weil das Gewebe direkt aus dem verdächtigen Bereich stammt.
Die am häufigsten durchgeführten Biopsien sind:
• Leberbiopsie zur Diagnose oder Verlaufskontrolle verschiedener Lebererkrankungen.
• Prostatabiopsie beim Verdacht auf eine bösartige Veränderung der Prostata.
• Gebärmutterbiopsie beim Verdacht auf eine bösartige Veränderung des Muttermundes
• Brustbiospie: Hier wird verdächtiges Gewebe meist mittels einer Stanzbiopsie gewonnen.
• Exzision (Ausschneidung) bei Verdacht auf einen bösartigen Hauttumor

Sonografie

Eine Sonografie ist eine Ultraschall-Untersuchung ist ein bildgebendes Verfahren. Verschiedene Körperregionen werden mit Hilfe von Ultraschallwellen abgebildet. Die Sonografie dient in vielen Bereichen zur Erstdiagnose von Erkrankungen.
Bei der Sonografie wird ein Schallkopf eingesetzt, der Ultraschallwellen aussendet. Diese werden im Körper des Patienten absorbiert oder reflektiert. Der Schallkopf empfängt die reflektierten Wellen wieder, somit dient er abwechselnd als Schallsender und -empfänger.
Die Schallwellen werden in elektrische Impulse umgewandelt, verstärkt und auf dem Monitor dargestellt. Diese zweidimensionalen Bilder vermitteln eine räumliche Vorstellung von der Größe, Form und Struktur des untersuchten Organes sowie der Weichteilgewebe und Gefäße.
Der Ultraschall bzw. die Sonografie werden zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Erkrankungen in vielen Bereichen eingesetzt. Beispiele sind:
-Abdomen-Sonografie: Untersuchung des Bauchraumes, bei der Leber, Gallenblase, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lymphknoten und Gefäße dargestellt werden. Erkrankungen dieser Strukturen wie beispielsweise Tumore, Zysten oder Steine lassen sich so sichtbar machen;
-Sonografie der Schilddrüse: Hier werden Zysten, Tumore und Organvergrößerungen oder- Verkleinerungen sichtbar gemacht;
-Echokardiografie: dies ist die Ultraschall-Untersuchung des Herzens;
-Untersuchung von Gefäßen, beispielsweise der Beine oder im Halsbereich, dient der Diagnose von Gefäßverengungen oder -verschlüssen;
-Gynäkologischer Ultraschall: Dieser zeigt Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke sowie Veränderungen in diesen Bereichen. Auch die Entwicklung einer Schwangerschaft lässt sich mittels Ultraschall überwachen;
Es ist eine schnell durchzuführende, risikolose und kostengünstige Diagnosemethode. Zudem sind die meisten Ultraschallgeräte leicht zu transportieren, wodurch sie der Arzt auch direkt am Krankenbett einsetzen kann.