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Krankheitsgebiete
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Borderline
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwere Persönlichkeitsstörung, welche sich durch sehr wechselhafte Stimmungen, gestörte zwischenmenschliche Beziehungen, mangelndes Selbstvertrauen und autoaggressive Verhaltensweisen äußert.
Personen mit einer Borderline -Persönlichkeitsstörung tendieren dazu, die Welt nur in schwarzen und weißen Farben zu zeichnen. Andere Menschen sind entweder nur und ausschließlich gut oder abgrundtief böse. Sie schwanken häufig zwischen den Extremen, und ein Mensch, den sie heute anhimmeln, ist morgen für sie vielleicht schon der letzte Mensch. Entsprechend instabil sind in der Regel ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. Zwischen heißem Liebesrausch und eiskaltem Hass steht mitunter nur ein falsches Wort oder ein missverständlicher Blick. Diese Instabilität der Wahrnehmung und des Erlebens bezieht sich nicht nur auf andere Menschen, sondern auch auf das eigene Selbstbild. Vereinzelt haben die Betroffenen nur ein sehr verschwommenes Bild von sich selbst. Unrealistische und daher unerreichbare Ziele führen oft zur Selbstentwertung. Menschen mit Borderline sind häufig extrem impulsiv, haben sich nicht unter Kontrolle. Besonders schwer fällt es ihnen, ihre Wut zu kontrollieren. In der Regel leiden Borderline- Betroffene unter heftigen Stimmungsschwankungen. Viele Borderline- Erkrankte sind hochgradig selbstmordgefährdet. Wie bei den meisten psychischen Störungen sind die Ursachen noch nicht geklärt. Zu den wichtigsten Ursachen zählen Erfahrungen aus schmerzhafter Trennung, bedrohlicher Vernachlässigung oder auch massiver Traumatisierung durch sexuellen Missbrauch, körperliche Misshandlung oder emotionale Quälereien. Neuere neurobiologische Forschungen deuten darauf hin, dass Borderline mit Hirnstörungen verbunden ist. Diese sind offenbar für die Übererregung und den emotionalen Kontrollverlust mitverantwortlich. |
Psychische Krankheiten
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