Krankheitsgebiete
Angststörung
Angststörung bedeutet, dass das Gefühl der Angst so dermaßen im Vordergrund steht, dass das alltägliche Leben in vielen Bereichen stark eingeschränkt ist.
Die Angst wird als krankhaft bezeichnet, wenn die Dauer und Häufigkeit der Angstzustände mit der Zeit zunehmen oder, wenn der Betroffene nicht in der Lage ist, die Angst mit eigener Kraft zu überwinden.
Ein weiteres Kriterium ist, dass die aktuellen Lebensumstände das Ausmaß der Angst nicht erklären können.

Besteht eine Angststörung schon seit längerer Zeit, so kommt es gewöhnlich zu einem massiven Rückzug aus dem Alltag. Orte und Situationen, die Angst machen, werden gemieden.
Häufig ist eine soziale Isolation die Folge.

Panikstörung
Eine Panikstörung ist das Auftreten wiederkehrender, extremer Angstattacken, welche sich nicht auf eine typische Situation beschränkt, nicht absehbar ist und infolgedessen oft zu Erwartungsangst führen kann.
Eine Panikattacke ist eine deutlich abgrenzbare Episode von starker Angst oder fühlendes Unbehagen, bei der folgende Symptome abrupt auftreten und innerhalb weniger Minuten einen Höhepunkt erreichen können:
Symptome:
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden,
  • Angst zu sterben,
  • Brustschmerzen,
  • Beklemmungsgefühl,
  • Erstickungsgefühl,
  • Herzklopfen,
  • Hitzegefühle oder Kälteschauer,
  • Hyperventilation,
  • Mundtrockenheit,
  • Schwindel,
  • Schwitzen,
  • Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden,
  • Zittern


Die durchdringende Angst führt größtenteils zum fluchtartigen Verlassen des Ortes.
Meist  dauern die einzelnen Anfälle nur wenige Minuten.
Die Situation, in der so eine Panikattacke erscheint, wird danach vielfach vermieden.
Panikstörungen werden je nach Schweregrad unterschieden, die leichte Panikstörung hat weniger  als 4 Panikattacken in 4 Wochen, die Mittelgradige Panikstörung: mindestens 4 Panikattacken in 4 Wochen und die Schwere Panikstörung mindestens 4 Panikattacken pro Woche über einen Zeitraum von 4 Wochen.


Psychische Krankheiten
Angst- und Panikstörungen