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Krankheitsgebiete
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Das Tourette-Syndrom wird als eine komplexe, gewöhnlich familiär gehäuft auftretende, neuropsychiatrische Störung bezeichnet, die mit vielseitigen motorischen und vokalen Tics verbunden ist, die nicht unbedingt gleichzeitig auftreten müssen aber über die Zeit in Art, Häufigkeit und Intensität schwanken. Der Beginn liegt um das 7. Lebensjahr, kann aber auch schon früher eintreten. Eine Diagnose kann erst gestellt werden, wenn die Symptomatik mindestens 12 Monate bestanden hat. Obwohl die genauen Ursachen und Mechanismen der Tics noch unbekannt sind, ist sicher, dass das zentralnervöse Überträgersystem des Dopamins im motorischen Regelsystem gestört ist und daher eine mangelnde automatische Kontrolle der andrängenden motorischen und vokalen Tics fehlt.
Tic-Arten
Beim Tourette Syndrom treten motorische und vokale Tics auf. Unterschieden werden diese in:
Behandlung
Wie es zu dieser Störung kommt, ist noch immer nicht geklärt. In den meisten Fällen lässt sich ein Tourette Syndrom sehr gut behandeln. Da die Therapiemöglichkeiten sehr vielfältig sind, sollte beachtet werden, wie schwer die Symptome sind und wie die Beeinträchtigung von Betroffenen und Angehörigen sind. Bei stärkeren Einschränkungen ist eine psychotherapeutische Behandlung, sowie eine medikamentöse Behandlung oft sinnvoll. Zu den nichtmedikamentösen Therapien gehört die Psychotherapie. In dieser sollten alle Angehörigen einbezogen werden. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können Strategien erarbeitet werden, welche zu einer angemessenen Krankheitsbewältigung führen. Eine psychotherapeutische Therapie hilft dem Betroffenen seine Wahrnehmung zu verbessern und somit einem Tic entgegenzusteuern. Ebenso sind Entspannungstechniken sehr sinnvoll, wenn der Betroffene durch die Schwere der Tics nicht zur Ruhe kommt.
Klassifikationen
F95.- Ticstörungen |
Neurologische Erkrankungen
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