Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Virusinfektion, welche durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) ausgelöst wird. Mehrfach findet man auch die Bezeichnung "Kusskrankheit". Am häufigsten betroffen sind junge Erwachsene. Aber auch Kindergartenkinder und Grundschulkinder sind vermehrter betroffen.
Übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion, vor allem von Mund zu Mund. Die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Krankheitszeichen kann recht unterschiedlich sein. Meistens beginnt das recht hohe und wechselhafte Fieber nach wenigen Tagen bis 2 Wochen. Es kann aber auch erst nach bis zu 6 Wochen auftreten. Die Ausprägung der Symptome ist vom Alter abhängig, weil das Immunsystem mit betroffen ist. Bei kleinen Kindern kann das Pfeiffersche Drüsenfieber wie ein schwerer fieberhafter Infekt verlaufen. Es kann aber auch fast ohne Symptome auftreten.
Folgende Symptome kommen am häufigsten vor:
• Unwohlsein und Müdigkeit, oft über Wochen.
• Starke und schmerzhafte Schwellung der Lymphknoten, insbesondere am Hals sichtbar.
• Vergrößerung der Milz
• Gelbe Beläge auf den Mandeln.
• Zu Beginn Fieber unterschiedlicher Höhe.
Lymphknoten, Milz und Mandeln erfüllen wichtige Aufgaben bei der Immunabwehr, die während des Pfeifferschen Drüsenfiebers geschwächt ist. Deshalb sind Menschen, die schon unter einer geschwächten Abwehr leiden, beispielsweise bei HIV-Infektionen, häufig von schwereren Verläufen betroffen.
Die Diagnose kann nach einer Blutuntersuchung gestellt werden. Ein Medikament dagegen gibt es nicht. Impfstoffe sind noch in der Entwicklungsphase. Allerdings werden gegen begleitende bakterielle Infektionen, wie die belegten Mandeln, Antibiotika verordnet.
Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen. Der Erkrankte sollte möglichst im Bett bleiben. Höheres Fieber kann mit Hilfe von Wadenwickeln gesenkt werden. Der Hals sollte warm gehalten werden, am besten mit einem Tuch oder Schal. Man sollte viel trinken und leicht verdauliche Nahrung zu sich nehmen.
Das Pfeiffersche Drüsenfieber kann unterschiedlich lange andauern. Nach einer überstandenen Infektion besteht eine lebenslange Immunität.